3/3/2020

Deutschlandstipendium - eine Win win win Situation

Die suresecure agiert als Förderer des Deutschlandstipendiums an der Hochschule Niederrhein.
Von
Ellen Leipelt
Marketing Specalist
und
Annika Gamerad
Sachbearbeiterin Marketing

Das Deutschlandstipendium ist ein Programm der Bundesregierung, welches seit 2011 leistungsstarke Studierende fördert, damit diese ihr Potenzial voll ausschöpfen und zu den Spitzenkräften von morgen werden können. Die Stipendiaten erhalten monatlich ein Fördergeld in Höhe von 300 Euro über einen Zeitraum von mindestens zwei Semestern. Das Besondere an diesem Stipendium ist das Bündnis aus zivilgesellschaftlichem Engagement und staatlicher Förderung.


Die suresecure agiert als Förderer des Deutschlandstipendiums an der Hochschule Niederrhein und hat damit durchweg positive Erfahrungen gemacht. Da wir so begeistert von dem Programm sind und dieses unterstützen wollen, haben wir Sascha Venten, den Verantwortlichen für das Deutschlandstipendium an der Hochschule Niederrhein, zum Interview eingeladen.

Sascha Venten - Projektverantwortlicher Deutschlandstipendium

suresecure: Herr Venten, welche Vorteile bietet das Deutschlandstipendium sowohl den Studierenden als auch den Förderern?

Sascha Venten: Naheliegend ist zunächst der finanzielle Aspekt. Die Studierenden erhalten monatlich 150 Euro durch die Förderer und 150 Euro vom Bund. Das ermöglicht finanzielle Freiheiten, zum Beispiel die Möglichkeit sich mehr auf das Studium konzentrieren zu können. Daneben ist uns der Aspekt der ideellen Förderung sehr wichtig. Die Studierenden haben die Möglichkeit, einen Ansprechpartner aus der Praxis kennenzulernen, also jemanden, der bei der Gestaltung des Einstiegs in die Berufswelt helfen kann. Dazu zählen auch Aspekte des klassischen Netzwerkens. Aber auch studienrelevante Faktoren wie Praktika, Abschlussarbeiten und Werkstudierenden-Tätigkeiten. Und manchmal auch der direkte Einstieg in den Beruf.

Auf der anderen Seite erhalten die Förderer Kontakt zu unseren leistungsstärksten und engagiertesten Studierenden, die auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. Die Förderer haben die Möglichkeit, den Studierenden ihr Unternehmen nahe zu bringen. Darüber hinaus erlangen sie Bekanntheit in der gesamten Studierendenschaft, weil die Stipendiaten zu Botschaftern des Unternehmens werden. Wenn sie eine positive Erfahrung mit dem Unternehmen machen, wird das an die Kommilitonen weitergegeben.
Im Bereich des Personalmarketings können Unternehmen ihr Engagement, ihre Bemühungen, ihre Langzeitplanung und ihre Investitionsbereitschaft darstellen. Es besteht die Möglichkeit, die Studierenden über ihr gesamtes Studium hinweg zu fördern.
Nicht zuletzt ist das Deutschlandstipendium in vielen Fällen ein Einstieg für weitere Kooperationen mit der Hochschule.

Würden Sie sagen, dass die Hochschule selbst auch von dem Deutschlandstipendium profitiert?

Tatsächlich üben wir hier eine Mittlerfunktion aus, von der wir nicht unmittelbar profitieren. Unser Präsident hat den Erfolg beim Deutschlandstipendium immer als eine Art Gradmesser für die Zusammenarbeit mit den Unternehmen in der Region angesehen. Das finde ich recht passend. Hochschule und Unternehmen haben immer die Nähe zueinander gesucht und beidseitig profitiert. Und natürlich sind wir auch sehr daran interessiert, unseren leistungsstarken Studierenden Einblick in die berufliche Praxis zu ermöglichen. So ist das letztlich eine Win-win-win-Situation, denn alle drei Parteien profitieren von dem Programm.

Die Hochschule Niederrhein zählt bundesweit zu den erfolgreichsten Hochschulen im Rahmen des Deutschlandstipendiums. Warum ist das aus Ihrer Sicht so?

Wir sind seit Beginn des Deutschlandstipendiums dabei. Das Stipendium hat bei uns immer einen hohen Stellenwert genossen und hat sich etabliert. Über die Jahre ist es unter den Studierenden immer bekannter und letztlich zu einer festen Institution geworden. Der Informationsfluss in unseren Fachbereichen ist so gut ausgebaut, dass dort jeder Studierende von dem Deutschlandstipendium weiß.
Die jüngsten Statistiken zeigen, dass wir unter den NRW-Hochschulen für angewandte Wissenschaften die meisten Stipendien und Förderer vorweisen können.

Mit welchen Maßnahmen versuchen Sie die Reichweite des Deutschlandstipendiums noch weiter zu erhöhen?

Unsere Professorinnen und Professoren weisen in den Vorlesungen aktiv auf das Stipendium hin. Sie sind ohnehin in den Auswahlvorgang integriert und verfassen Kurzgutachten über die Studierenden, welche in die Bewertung eingehen. Zusätzlich gehen wir in die Fachbereiche, um die Studierenden vor Ort über das Angebot zu informieren. Wir bespielen zudem alle Kanäle: unser Hochschulmagazin, den Studierenden Newsletter, Website und Social-Media.
Um Förderer und Unternehmen auf das Stipendium aufmerksam zu machen betreiben wir klassisches Netzwerken und sind auf verschiedenen Veranstaltungen und Karrieremessen unterwegs.
Aber die beste Werbemaßnahme sind unsere Studierenden, die von ihren positiven Erfahrungen berichten.

Welche Anforderungen müssen Studierende erfüllen, um das Deutschlandstipendium zu erhalten?

Die Vergabe des Deutschlandstipendiums richtet sich nach dem Gesetz zur Schaffung eines nationalen Stipendienprogramms (StipG). Die Hochschulen genießen bei den

Auswahlkriterien allerdings gewisse Freiheiten. Die Hochschule Niederrhein bildet eine Auswahlkommission, deren Mitglieder der Präsident der Hochschule bestimmt. Die Kommission prüft die Bewerbungen und erstellt eine Rangliste.

Es gibt Grundvoraussetzungen, die Studierende erfüllen müssen, um sich zu bewerben: Der Notendurchschnitt muss mindestens gut sein, die Regelstudienzeit darf nicht überschritten sein und es müssen im Studienfortschritt mindestens 70 Prozent der erreichbaren ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) erreicht worden sein. Darauf aufbauend gibt es verschiedene Kriterien, die nach einer Skala bepunktet werden. Das ist zum einen der Studienfortschritt, die Noten, das Kurzgutachten der Professorinnen und Professoren und zum anderen soziales Engagement, hochschulinternes Engagement und biografische Hürden. Daraus wird die Rangliste gebildet und auf deren Grundlage werden die Stipendien vergeben.

Sind diese Kriterien studienfachübergreifend gleich?

Ja, die Kriterien gelten einheitlich für alle Fachbereiche und Studiengänge.

Welche Kriterien gibt es für Unternehmen, die die Rolle eines Förderers
übernehmen wollen?

Festgeschriebene Kriterien gibt es in dem Sinne nicht. Aber wir setzen ehrliches Interesse der Unternehmen voraus. Wir informieren die potenziellen Förderer in Vorabgesprächen darüber, dass gerade die ideelle Förderung der Stipendiaten Zeit in Anspruch nimmt. Es ist uns wichtig, dass die Unternehmen darauf vorbereitet sind.

Wie verteilen Sie dann die Stipendiaten auf die Förderer? Gibt es eine Richtlinie oder erfolgt die Zuteilung nach Interessen und Wünschen?

Wir erfassen sowohl die Interessen und Wünsche der Förderer als auch der Stipendiaten. Die Studierenden haben die Möglichkeit, Wunschförderer zu nennen. Wir haben hierzu eine Liste aller Förderer auf unserer Website, welche die Studierenden einsehen können.

Die Förderer präferieren beispielsweise bestimmte Fachbereiche oder legen andere Schwerpunkte. In einigen Fällen nehmen Förderer auch beratend am Auswahlprozess teil. Der Erfolg des Stipendiums hängt ganz entscheidend von einem erfolgreichen Matching der Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Ihren Förderern zusammen.

Können Sie sagen, ob die direkten Berufseinstiegchancen für die Stipendiaten höher sind? Auch wenn die Studierenden zum Beispiel nur für die Dauer von zwei Semestern gefördert wurden?

Wir bereiten derzeit eine Evaluation vor, um das zu klären. Aus der Praxis kann ich berichten, dass ich mit vielen Ansprechpartnern in Kontakt bin, die vorher Stipendiatinnen  oder Stipendiaten waren und jetzt in diesen Unternehmen arbeiten. Die Schnittmenge scheint groß zu sein.

Vergeben Sie alle zur Verfügung stehenden Stipendien pro Semester? Oder gab es schon einmal die Situation, dass mehr Stipendien als Bewerber zur Verfügung gestanden haben?

Diese Situation hat es bei uns noch nie gegeben. Dadurch, dass das Stipendium bei uns eine so hohe Bekanntheit genießt, haben wir sehr viele Bewerber.

Es ist aber nicht möglich zu kalkulieren, wie die Zusammenarbeit zwischen Förderer und Stipendiat letztlich aussehen wird?

Das ist korrekt. Es ist unsere Aufgabe die Rahmenbedingungen für ein bestmögliches Matching zu schaffen. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass das meistens sehr gut funktioniert.

Die Erfahrungen der suresecure bestätigen, dass die Zusammenarbeit zwischen Förderer und Stipendiat großartig funktionieren kann.

In unserem Fall haben wir seit Anfang Oktober 2019 in unserem Stipendiaten einen exzellenten Werkstudenten gefunden. Ein perfektes Matching! Über seine Arbeit bei uns berichtete Merlin Stottmeister am 06.03.20 in unserem Blog.

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