20/1/2021

Die Cyber Security Trends 2021

Das neue Jahr hat gerade erst angefangen. Auf welche Trends und Entwicklungen können wir 2021 gespannt sein?
Von
Mandy Hülse
Marketing Specialist
und

2020 war ein Jahr, wie es wohl keiner erwartet hätte und uns alle vor ungeahnte Herausforderungen stellte.

Wieviele weitere Bereiche, Sektoren und Branchen fand sich auch die internationale Cyber Security neuen Herausforderungen ausgesetzt.

So stellte eine Studie der ESG (Enterprise Strategy Group) im vergangenen Juni fest, dass seit Beginn der Pandemie Cyberangriffe auf Unternehmen zugenommen und sich die Sicherheitsschwachstellen innerhalb von Unternehmen aufgrund der geänderten Arbeitssituationen ebenfalls erhöht haben (laut 47 %, bzw. 36 % der befragten IT-Führungskräfte).

Da uns die Pandemie auch in diesem Jahr noch weiter begleiten wird bzw. ihre Auswirkungen zu spüren sein werden, stellt sich die Frage: Was bedeutet das für die digitale Welt im Jahr 2021?

Welche Herausforderungen und Möglichkeiten werden sich für die Cyber Security herauskristallisieren?

Wir haben für Sie einen Blick in unsere - mit Analysen und Auswertungen gefüllte - Glaskugel geworfen und die Trends für 2021 zusammengefasst:

1. Veränderte Sicherheitsstrukturen durch hybride Arbeitsmodelle

Viele Arbeitgeber und -nehmer haben das Modell des Arbeitens von zuhause kennen und lieben gelernt, sodass sich perspektivisch zumindest hybride Arbeitsmodelle weiter etablieren werden in welchen die Mitarbeiter die Möglichkeit haben, tageweise von zuhause zu arbeiten. Dadurch ändert sich nicht nur der Ort von dem aus gearbeitet wird, sondern auch die zugrunde liegenden Sicherheitsstrukturen. Durch die räumliche Trennung entfallen bestimmte Sicherheitsinstanzen wie beispielsweise LAN-Netzwerke, sodass die primäre Sicherheitseinrichtung nur noch der Arbeitslaptop bzw. die privaten Endgeräte desjeweiligen Mitarbeiters darstellt. Somit verschiebt sich zwangsweise auch die Durchführung der Zusammenarbeit auf cloudbasierte Onlinesysteme, für welche die Implementierung eigener Sicherheitsmodelle, wie bspw. SASE (sure access service edge) benötigt wird. Dies wird die Kompetenzansprüche der IT-Abteilungen vieler Unternehmen erhöhen und weiterhin vor große Herausforderungen stellen, um die Sicherheit sensibler Daten zu gewährleisten.

2. Präventive und entlastende Automationen

Um gleichzeitig den Arbeitsaufwand für die Cyber Security zu reduzieren, die Qualität der Arbeit durch Fehlerreduzierungen zu verbessern sowie die Geschwindigkeit der Identifizierung von Bedrohungen und Schwachstellen zu erhöhen, werden Automationen auch in diesem Jahr eine zunehmend relevante Rolle spielen. Da sich voll leistungsfähige Algorithmen erst innerhalb der nächsten Jahre etablieren werden, wird zunächst die Definition verschiedener Prozesse erfolgen, bei welcher die jeweiligen Abläufe genau erfasst werden, um so die Analyse auf Gefahren und Schwachzustellen zu automatisieren. Dadurch ergeben sich verschiedene Chancen, aber auch Risiken für Unternehmen, die nicht unterschätzt werden sollten. Insgesamt wird dieser Trend nicht nur durch den Wandel der Arbeitsplatzkultur vorangetrieben, sondern auch durch den andauernden hohen Fachkräftemangel im Bereich der Cyber Security.

3. Unternehmensinterne Bedrohungen und Gefahren

Die eigenen Mitarbeiter stellen laut verschiedenen Studien mit ca. 74 % die größte Schwachstelle bzw. Herausforderung für die IT-Security eines Unternehmens dar. In Anbetracht der derzeitigen und zukünftigen Situation- Stichwort Home-Office -  ist es in diesem Jahr besonders wichtig, die Mitarbeiter als auch sich selbst auf den sensiblen Umgang mit Daten und möglichen Gefahren, wie z.B. schwache Passwörter, unautorisierter Zugang und die Verwendung unsicherer Netzwerkehinzuweisen und regelmäßig zu schulen. Um das Ganze anhand von Zahlen zu verdeutlichen, prognostiziert eine repräsentative Studie von Forrester Researchs, dass die Anzahl der Data Breaches, die direkt internen Schwachstellen zugeordnet werden können, in diesem Jahr von derzeitigen 25 %auf 33 % ansteigen werden.

4. Nicht den Kopf, sondern die Daten in den Wolken

Als sich die Büroräume leerten und die Zusammenarbeit zunehmend digital erfolgen musste, begannen viele Unternehmen damit, ihre Daten in die Cloud zu migrieren, um so die Weiterarbeit zu ermöglichen. Mit der andauernden Pandemie und dem Wandel zu hybriden Arbeitsmodellen wird sich dieser Trend in 2021 fortsetzen. Cloudmigrationen bieten nicht nur Vorteile. Leider bergen sie auch verschiedene Gefahren für die IT-Sicherheit. Eine überstürzte Durchführung der Datenmigration kann unter anderem zu Fehlkonfigurationen, reduzierter Kontrolle, schwachen Applikationen und im schlimmsten Fall zu komplettem Datenverlust führen. Falls Sie sich zu diesem Thema schlau machen wollen, downloaden Sie hier einfach unser Whitepaper zum Thema Cloud-Security.

Der Blick in unsere Glaskugel zeigt, dass das kommende Jahr erneut einige Herausforderungen für die IT-Security birgt. Unser Rat an Sie: Versuchen Sie, die für Sie relevantesten Trends und Themen zu definieren, überlegen Sie in welche Richtung Sie sich dieses Jahr bewegen wollen, welche Arbeitsweisen Sie umstellen wollen oder müssen und verfolgen Sie die Entwicklung der jeweiligen Trends und Technik. Bei Fragen kommen Sie auf uns zu und definieren Sie gemeinsam mit uns eine maßgeschneiderte Sicherheitsstrategie für Ihr Unternehmen.

Halten Sie sich und Ihre Systeme gesund.

Quellen:

https://www.esg-global.com/covid-19-impact

https://www.splunk.com/en_us/form/security-predictions.html

https://go.forrester.com/predictions/

https://info.bitsight.com/the-urgency-to-treat-cybersecurity-as-a-business-decision-ppc

https://threatpost.com/2021-cybersecurity-trends/162629/

https://www.stealthlabs.com/blog/top-10-cybersecurity-trends-in-2021-and-beyond/

https://www.it-daily.net/it-sicherheit/cloud-security/26408-it-security-trends-und-prognosen-fuer-2021

https://www.ninjarmm.com/de/blog/7-aufschlussreiche-cybersecurity-statistiken-die-jedes-kleine-unternehmen-in-2019-kennen-sollte/

Gestärkt ins neue Jahr

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