3/2/2021

Endpoint Security. Was ist das überhaupt?

Haben Sie sich schon mal Gedanken über das Sicherheitsniveau eines Druckers gemacht?
Von
Katharina Wetzig
Marketing Specialist
und
Annika Gamerad
Marketing Specialist

Endpoint Security. Was ist das überhaupt?

Ob privat oder auf der Arbeit, fast jeder nutzt sie. Endgeräte wie PCs, Laptops, Smartphones, Tablets, Drucker, Scanner, Kopierer, Kassenterminals und ähnliche Geräte sind mittlerweile in einigen Bereichen unseres Lebens unverzichtbar geworden. Haben Sie sich schon mal Gedanken über das Sicherheitsniveau eines Druckers gemacht?

Jedes im Netzwerk angeschlossene Endgerät kann als Einfallstor von Angreifern ausgenutzt werden. Durch Endpoint Security schützen Sie die verschiedenen Endgeräte in einem Netzwerk beispielsweise vor Schadsoftware wie Viren oder Ransomware, aber auch vor dem Ausnutzen von Sicherheitslücken oder unbefugten Zugriffen über Netzwerkschnittstellen. Dabei können technische und organisatorische Maßnahmen helfen, unbefugte Zugriffe auf Geräte oder die Ausführung schädlicher Software zu verhindern. Der Endpunktschutz (auch Endpoint genannt) stellt sicher, dass die Endgeräte das gewünschte Sicherheitsniveau besitzen.

Da die Anzahl der kommunizierenden Endgeräte in Unternehmensnetzwerken stetig zunimmt, hat die Endpoint Security in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Besonders aktuell durch die vermehrte Nutzung von Home-Office und dem Zugriff auf zentrale Ressourcen mit Endgeräten über das Internet machen Systeme zur Sicherstellung der Endpoint Security unverzichtbar. Denn es stehen immer mehr mobile Endgeräte im Fokus der Angreifer auf der Suche nach Schwachstellen der Endgerätesicherheit, um beispielsweise in Unternehmensnetzwerke einzudringen.

Wie kann ich die Endpoint Security meiner Geräte verbessern?

Es wird zwischen technischen und organisatorischen Maßnahmen unterschieden. Wenn Hersteller von Sicherheitslösungen über die Endpoint Security sprechen, sind vorwiegend technische Maßnahmen gemeint. Lösungen zur Endgerätesicherheit bestehen aus einer Mischung verschiedener technischer Maßnahmen wie zum Beispiel:

  • Anwendungsisolation
  • Maleware-Schutz
  • Sandboxing
  • Client-Firewalls
  • Applikationskontrolle
  • URL-Filter
  • Data Loss Prevention (DLP)
  • Decive Management von Peripheriegeräten wie Wechselfestplatten, USB-Sticks oder Bluetooth-Komponenten
  • Client-basierte Intrusion Prevention

Allerdings sollten besonders die organisatorischen Maßnahmen nicht vernachlässigt werden. Zu organisatorischen Maßnahmen zählen beispielsweise Schulungen von Mitarbeitern, Vorgaben für den Umgang mit Endgeräten oder externen Datenträgern und die Sensibilisierung gegenüber den verschiedenen Bedrohungen. Ob Phishing-Mails oder Anhänge in Spam-Mails, „verlorene“ USB-Sticks auf dem Parkplatz, Erpressungstrojaner oder aber auch zu leichte Passwörter. Viele dieser Szenarien können vermieden werden, wenn die Mitarbeiter für Sicherheitsbedrohungen sensibilisiert und geschult werden. Denn am Ende bringt einem die beste Technik und die ausgeklügeltste Software wenig, solange der Mensch diese wieder außer Kraft setzt.

Um das Sicherheitsniveau auch in Ihrem Unternehmen zu erhöhen, sorgen Sie für Aufklärung der Mitarbeiter rund um die Sicherheit der IT und zeigen Sie die unterschiedlichen Sicherheitsbedrohungen auf. Datenschutz ist eben nicht nur Sache des Datenschutzbeauftragten oder des Chefs - hier trägt jeder ein Stück Verantwortung mit.

Mit unserem Security Awareness Service as a Service steigern Sie das Sicherheitsbewusstsein Ihrer Mitarbeiter. Wir unterstützen Sie mit regelmäßigen und auf Ihre Mitarbeiter zugeschnittenen Trainings, die wir kontinuierlich anpassen und erweitern. Handeln Sie jetzt und bilden Sie Ihre Mitarbeiter zu Security-Botschaftern aus!

5 Tipps für eine bessere Endpoint Security

Um bei der Umsetzung der Endpoint Security in Unternehmen zu unterstützen, hat die International Data Corporation (IDC) einige Handlungsempfehlungen formuliert:

·      Evaluieren Sie den Status Ihrer Security-Landschaft: 

Überprüfen Sie Ihre Sicherheitslandschaft akribisch und verschaffen Sie sich dabei einen detaillierten Überblick. Welche Security-Lösungen verwenden Sie bereits und welche Funktionalitäten bringen die Lösungen mit? Auf dieser Grundlage können Sie aufbauen. Beantworten Sie nun unter anderem die Frage, wo konkret Sicherheitslecks bestehen und wie Sie diese mit gezielten Investitionen stopfen können.

·      Handeln Sie proaktiv, um Ihre Endpoints zu schützen: 

Verabschieden Sie sich endgültig von reaktiven Security-Ansätzen und minimieren Sie Ihre Risiken durch eine proaktive Überwachung. Investieren Sie verstärkt in analytische Ansätze. Kombinieren Sie dabei für die bestmöglichen Ergebnisse den klassischen Schutz der Endpoints mit aktiven analytischen Überwachungs- und Erkennungs-Tools, um Auffälligkeiten in Echtzeit zu identifizieren und rechtzeitig reagieren zu können.

·      Treiben Sie die Integration von Security-Tools sowie die Automatisierung von Security-Prozessen voran: 

Brechen Sie Security-Silos auf und integrieren Sie verschiedene Lösungskomponenten Ihrer IT-Security-Architektur. Automatisieren Sie zudem manuelle Prozesse soweit wie möglich, um die Fehleranfälligkeit zu verringern und die Mitarbeiter zu entlasten. Nur auf diese Weise nutzen Sie das volle Potenzial aus, das Ihnen moderne und ganzheitliche IT-Security-Lösungen ermöglichet.

·      Bekommen Sie das Fehlverhalten Ihrer Mitarbeiter in den Griff: 

Sensibilisieren Sie ihrer Mitarbeiter stärker für einen sicheren Umgang mit Endpoints, in dem Sie beispielsweise potenzielle Bedrohungsszenarien aufzeigen. Bieten Sie Trainings- und Awareness-Maßnahmen an und achten Sie dabei auf einen ansprechenden Mix aus gut aufbereiteten Stories und Cases sowie klassische Schulungen. Mit all Ihren Aktivitäten werden Sie jedoch nur erfolgreich sein, wenn sie zum einen nachhaltig sind und sie zum anderen den Alltag Ihrer Kolleg:innen – also der Anwender:innen – so wenig wie möglich beeinflussen.

·      Nutzen Sie das Beratungsangebot der Anbieter und ziehen Sie den Bezug von Managed Services in Betracht: 

Beobachten Sie die Entwicklungen im Umfeld der IT-Security und seien Sie offen für neue Lösungsansätze. Viele Advanced-Security-Lösungsansätze sind erklärungsbedürftig, zudem ist das Instrumentarium an existierenden Sicherheitslösungen komplex und umfassend. Nehmen Sie daher die Lösungsanbieter in die Pflicht und lassen sich eingehend beraten. Dieses Vorgehen minimiert zumindest das Risiko, Security-Tools ineffizient oder gar falsch einzusetzen. Versäumen Sie es auch nicht, Security-Lösungen aus der Cloud auf Herz und Nieren hinsichtlich des Einsatzszenarios für Ihre Organisation zu prüfen.

Quellen:

https://www.computerweekly.com/de/meinung/Endpoint-Security-Sicherheit-bis-zum-letzten-Endgeraet

https://www.rohde-schwarz.com/de/loesungen/cybersicherheit/endpoint-sicherheit/overview/endpunkt-security-uebersicht_253776.html

https://www.it-daily.net/it-sicherheit/cloud-security/22530-security-awareness-definition-und-bedeutung-teil-1-4

Security Awareness as a Service

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